Warum sollte er die Tora und die Bibel befragen?

Fragedetails

– Im Koran heißt es: „Wenn du zweifelst, dann frage diejenigen, denen die Schrift gegeben wurde.“

– Gab es zu Lebzeiten unseres Propheten (Friede sei mit ihm) authentische Exemplare der Tora und des Evangeliums?

Antwort

Lieber Bruder, / Liebe Schwester,

In dem Vers wird folgende Wahrheit betont:

Bekanntlich verkündet der Koran, dass der Prophet Mohammed (s.a.w.) in der Thora und im Evangelium angekündigt wurde. Er sagt, dass die Schriftbesitzer ihn so gut kennen, wie sie ihre eigenen Kinder kennen. Dieser Vers dient dazu, die Informationen über die Richtigkeit des Korans und des Prophetentums Mohammeds (s.a.w.) erneut zu betonen und zu bekräftigen.

Der Vers unterstreicht nicht, dass der Prophet (s.a.w.) tatsächlich an der ihm offenbarten Botschaft zweifelte, sondern dient als rhetorische Vorbereitung auf die nachfolgende Wahrheit, um hervorzuheben, dass die Gelehrten der Schrift die Wahrheit über ihn sehr gut kannten. Der Vers soll also verdeutlichen, wie genau und umfassend die jüdischen Gelehrten die Prophetenschaft Mohammeds (s.a.w.) kannten, nicht aber, dass der Prophet (s.a.w.) selbst Zweifel hegte.

Dennoch bezieht sich der Begriff „Ahl-i Kitab“ in diesem Vers auf gläubige Menschen wie Abdullah ibn Salam, nicht auf Ungläubige. Viele Sahaba haben versucht, diesen Vers zu erklären und betont, dass der Prophet (s.a.w.) keinerlei Zweifel hegte.

Es wird überliefert, dass der Prophet Muhammad (Friede sei mit ihm) selbst zu diesem Thema etwas sagte, nachdem dieser Vers offenbart worden war.

Daraus wird deutlich, wie der Prophet Mohammed (Friede sei mit ihm) in diesem Vers den Anhängern der damals mächtigsten Religionen, den jüdischen und christlichen Gegnern, furchtlos die Stirn bot und dies der ganzen Welt verkündete.

Im Koran gibt es weitere ähnliche Verse, in denen der eigentliche Adressat nicht als Zweifler an der Wahrheit dargestellt wird, sondern als jemand, der die Wahrheit erneut zur Sprache bringt:

Zum Beispiel sagt Gott am Jüngsten Tag zu den Engeln:

.

Und Allah sprach wiederum zu Jesus (Friede sei mit ihm):

Die Absicht dieser beiden Verse ist so offensichtlich, dass sie keiner Erklärung bedarf, da es nicht darum geht, eine in wahrer Bedeutung unbekannte Angelegenheit zu hinterfragen.

Im Übrigen sind solche Aussagen im Koran ein Beweis für das Prophetentum des Propheten Mohammed (Friede sei mit ihm). Denn die Existenz von jemandem, der ihn in Frage stellt, zeigt, dass der Koran nicht sein Werk ist.

(Koran und Prophet) (Täuschung), (Thora – aus dem Koran)

Der Vers beschreibt, wie der Prophet Muhammad (Friede sei mit ihm) seine Aufrichtigkeit in seiner Sache, seinen starken Glauben und seine aufrechte Haltung, die ein Beweis für Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit gegenüber seinen Gegnern war, sowohl Freunden als auch Feinden offenbarte.

Tora und Evangelium enthalten selbstverständlich himmlische Offenbarungen und sind wahr. Tatsächlich ist es eine Eigenschaft des Korans, die vorherigen Schriften zu überprüfen, die hineingemischten Fehler zu korrigieren und das Richtige aufzuzeigen; und ihre Wahrheiten zu bestätigen.

Hier geht es jedoch nicht darum, den Koran mit früheren Schriften gleichzusetzen. Es geht vielmehr darum, den Gegnern alle Argumente zu nehmen und alle ihre Einwände zu widerlegen, um sie zum Schweigen zu bringen.


Mit Grüßen und Gebeten…

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