– Wurde Zins im Islam bereits vor der Schlacht von Uhud endgültig verboten?
– In einem Gespräch wurde behauptet, die Niederlage in der Schlacht von Uhud sei auf die mit Zinsen finanzierten Waffen zurückzuführen. Wie wahr ist das?
– War Zins bis dahin verboten?
Lieber Bruder, / Liebe Schwester,
– Im Islam wurde das Zinsverbot nicht vor der Schlacht von Uhud endgültig festgelegt.
Zinsen,
Es wurde in der Abschiedspredigt verboten, mindestens 4-5 Jahre nach dem Vorfall von Uhud.
– Die Verse 275 der Sure al-Baqara und 130 der Sure Al-i Imran, die das Zinsverbot verkünden, wurden ebenfalls lange nach der Schlacht von Uhud offenbart.
– Die Behauptung, dass die Muslime die Schlacht von Uhud aufgrund von mit Zinsen erworbenen Kriegsmaterialien verloren hätten, ist sowohl aus religiöser als auch aus rationaler Sicht falsch.
Denn:
Wenn Zinsen tatsächlich vor der Schlacht von Uhud verboten gewesen wären und Muslime dieses Verbot vor den Augen des Propheten (Friede sei mit ihm) gebrochen hätten, wäre dies eine direkte Kriegserklärung gegen Gott gewesen.
Während die Offenbarung noch weiter herabgesandt wurde und der Prophet noch lebte, würde man von den Gefährten nicht einmal im Entferntesten erwarten, dass sie ein solches Verbrechen begehen würden.
– Außerdem ist der Grund für die Niederlage der Muslime in der Schlacht von Uhud in den authentischen Quellen des Islam, vor allem in den Hadithen, zu finden.
„Dass die Bogenschützen ihre Stellungen verlassen haben.“
Es wurde deutlich zum Ausdruck gebracht.
Wir konnten in keiner glaubwürdigen oder unglaubwürdigen Quelle eine Aussage finden, die besagt, dass der Grund dafür der Zinssatz ist.
Mit Grüßen und Gebeten…
Islam im Dialog: Fragen und Antworten