Gibt es alles, was zeitlos ist?

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Antwort

Lieber Bruder, / Liebe Schwester,

Die verschiedenen Aussagen von Bediüzzaman zu diesem Thema lauten wie folgt:

Zum Beispiel: So wie es zwei Wege gibt, den gestrigen Tag heute einzuholen. Entweder, indem man sich nicht dem Lauf der Zeit unterwirft und den gestrigen Tag wie heute betrachtet. Oder indem man ein Jahr lang einen Umweg macht und dann wieder zum gestrigen Tag zurückkehrt.

„Obwohl diese Zustände scheinbar vergänglich sind, existieren sie in vielerlei Hinsicht. Denn da diese Zustände die Manifestationen der ewigen Namen Gottes sind, bleiben sie im Bereich des Wissens, in den Tafeln des Schutzes und in den Tafeln der Beispiele bestehen; und ich habe verstanden, dass du diese Zustände in vielerlei Hinsicht und durch viele spirituelle Betrachtungen sehen und erfahren kannst.“

Die Aussage in der Option betont, dass diejenigen, die durch den Glauben über eine heilige Kraft verfügen, die Zeit überwinden und Vergangenheit und Zukunft wie die Gegenwart sehen können. Es wird also nicht behauptet, dass alles überzeitlich ist, sondern dass Gläubige durch die heilige Kraft, die ihnen der Glaube verleiht, mit ihrem Glaubensbewusstsein eine überzeitliche Position einnehmen und Vergangenheit und Zukunft wie die Gegenwart sehen können.

In den Formulierungen in Abschnitt (c) wurden zwei Punkte hervorgehoben.

Es wurde darauf hingewiesen, dass die Wesen, die ihre äußere Hülle ablegen, im Bereich des Wissens, in den Tafeln des Schutzes und in den Tafeln der Beispiele fortbestehen.

Sie existieren in einem überzeitlichen Zustand, der durch die dauerhafte Beziehung des Glaubens ermöglicht wird. Das heißt, dank des umfassenden Glaubens, der sowohl die unsichtbare als auch die sichtbare Welt umfasst, sind Gläubige mit den Verstorbenen genauso verbunden wie mit den Lebenden – in einem überzeitlichen Verständnis.

– Unserer Auffassung nach ist es nicht korrekt, aus dieser Aussage zu folgern, dass alles eine überzeitliche Existenz besitzt. Hier wird nicht die Überzeitlichkeit aller Existenz behauptet, sondern vielmehr, dass diejenigen, die durch das Licht und das Bewusstsein des Glaubens schauen, alles als gegenwärtig wahrnehmen können, da der Bereich des Glaubens Vergangenheit und Zukunft umfasst. Dies lässt sich aus den folgenden Aussagen des Meisters ableiten:

„…Der Glaube übergibt die Zügel des beschränkten Willens, der nicht in die Vergangenheit und Zukunft eindringen kann. Da er nicht wie der Körper auf die Gegenwart beschränkt ist, sondern viele Jahre aus der Vergangenheit und viele Jahre aus der Zukunft in seinen Lebenskreis einbezieht, erlangt er dadurch etwas. So wie er in die tiefsten Schluchten der Vergangenheit eindringen und die Dunkelheit der Trauer vertreiben kann, so steigt er auch auf die entferntesten Berge der Zukunft und beseitigt die Ängste.“

Wir können uns nicht vorstellen, dass der Meister diese Aussagen gemacht hat. So sei es!


Mit Grüßen und Gebeten…

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